Der klassische Chan-Senese (ja, in der Tat - den gibt es) ist ein freundlicher,
geduldiger und aufmerksamer Mensch. Geduldig vor allem weil er weiss das es einige
Zeit dauern kann bis sein Gegenüber eingesehen hat, dass er, der Chan-Senese,
Recht hat.
Denn der Chan-Senese hat immer Recht. Selbst wenn dies nicht der Fall sein
sollte hat er dennoch Recht, wusste er doch vorher schon das er nicht Recht hat.
Man kann sich denken wozu das führt, wenn zwei klassische Chan-Senesen unterschiedlicher
Meinung aufeinandertreffen.
Beide haben Recht. Natürlich. Was sonst.
Ansonsten ist der Chan-Senese von einer Gastfreundschaft wie sie nur jemand entwickeln kann, der nach Jahrhunderten der Isolation merken musste die da draussen (alles ausserhalb Chan-Sens wird von ihm als "da draussen" bzw. "das Reich" bezeichnet) ja ganz nett sein können.
Heute sind immer noch 73% der Chan-Senesen asiatischer Herkunft. Dazu kommen 3% Aranier, 2%Fskanier und der übliche Wust Astorianer ("die aus dem Reich"), die eben so über einen kommen wenn man sich mit anderen Staaten zu etwas Grossem, Ganzen zusammenschweisst. Die Bayern wissen ein Lied davon zu singen.
Die Chan-Senesen sind, was Religionen betrifft, sehr aufgeschlossen. Es gilt das Motto "Ich habe da ein Problem bei dem mir meine Götter nicht weiterhelfen können. Kann ich mir einen Deiner Götter ausleihen?".
Nationalsportarten sind, zum Bedauern des Gouverneurs, Fussball, Golf und der Hahnenkampf. Viele Chan-Senesen pflegen morgens in den zahlreichen Grünanlagen der Städte das Ritual des Schattenboxens. Natürlich heisst es nicht Schattenboxen, aber Sie haben keine Unterstützung chinesischer Schriftzeichen installiert, deshalb müssen Sie mit diesem Begriff vorlieb nehmen.
Im Übrigen lacht der Chan-Senese gerne über sich selbst. Das ist sehr nützlich, prallen doch sehr viele beleidigend gemeinte Äusserungen, die einen PFkanier längst in einen selbstmörderischen Krieg gestürzt hätten, wirkungslos von ihm ab. Ehre ist eben immer eine Frage der Definition.